Asphalt unter Strom

Das Größte Manko von Elektrofahrzeugen besteht in Ihrer geringen Reichweite und dem dünn besiedelten Netz zum Aufladen dieser umweltfreundlichen Flitzer. Japanische Forscher an der Technischen Universität Toyohashi arbeiten jetzt an einer Lösung, welche das Aufladen der Fahrzeuge während der Fahrt durch die Straße ermöglicht. Erste Tests dieser Innovation waren bereits erfolgreich und wurden auf der Handelsmesse „Wireless Technology Park 2012“ vorgestellt.

Die Idee basiert auf dem Prinzip der sogenannten konduktiven Kupplung, welches die hohe Leitfähigkeit von Beton nutzt. Der Energieverlust beträgt ca. 20 % und ist somit relativ gering. Eine Umsetzung dieses Konzepts im Straßenverkehr könnte mittels an der Straße befestigter Module funktionieren, welche die Fahrzeuge während der Fahrt hindurch mit Energie versorgen.

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Foto: Michael Piesbergen – pixelio.de

Zum endgültigem Einsatz im Straßenverkehr kann es jedoch noch etwas dauern, da der Strom durch doppelt so dicken Beton wie in der Testphase gelangen muss. Damit verbunden ist eine Leistungssteigerung um das Hundertfache, damit das Verfahren für Elektroautos eingesetzt werden kann. Letzteres Problem lässt sich jedoch laut der Forscher aufgrund gut verfügbarer und billiger Bauteile ohne nennenswerte Mehrkosten steigern.

Quelle: in Anlehnung an Umweltdialog

 

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