Wie gut werden wir über Gentechnik informiert?

Wir alle wissen das die Benutzung von Gentechnik im Lebensmittelanbau in Europa verboten ist und quasi nicht statt findet.

Logischer Umkehrschluss sollte dann eigentlich sein, dass wir als Verbraucher nicht in Berührung mit genmanipulierten Nahrungsmitteln kommen. Falsch gedacht. Zwar ist der Anbau auf europäischem Boden untersagt, so ist der Verkauf solcher Produkte, welche in Übersee angebaut wurden, durchaus gestattet.

Gentechnik
angieconscious / pixelio.de

Natürlich kommen wir nicht auf direktem Weg mit diesen Lebensmitteln in Verbindung, manipulierte Äpfel, Tomaten und sonstiges sind aus unseren Supermärkten verbannt worden. Nein!! wir alle nehmen gentechnisch beartbeitete Lebensmittel unwissentlich zu uns. Woran könnte das liegen? Die Lösung ist schnell gefunden. Zum einen ist die Informationsangabepflicht lockerer als ein Milchzahn bei einem 6-jährigem Kind. Die Konzerne können selbst entscheiden was sie angeben und was sie verschweigen möchten, sie können also ihre Produkte selbstständig durch die „Kontrollen“, wenn man sie so nennen mag, winken. Zum Anderen sitzen viele Ex-Gentechnik Mitarbeiter in den Kontrollstellen und in den Vorständen der Agro-Konzerne.

Umgekehrt finden sich selbstverständlich das gleiche Bild.

Solange diese undemokratische Drehtüren-Politik an der Spitze der Konzerne herrscht, gibt es für uns Verbraucher keine Aussicht auf 100% gentechnik freie Nahrung. Jedoch gibt es einen Lichtblick in der Debatte. Die neue Kennzeichnungsverordnung schreibt allen Herstellern vor ihre Produkte mit einem „genetisch -verändert“-Siegel zu versehen wenn das Produkt ein genetisch veränderter Organismus ist(z.B. Gen-Tomaten) oder einen solchen enthält(z.B. Joghurt mit verändeten Milchsäurebakterien). Desweiteren sind Produkte, die aus genmaipulierten Organismen hergestellt wurden zu kennzeichnen, auch wenn diese Organismen nicht mehr im Endprodukt aufzufinden sind(z.B. Ketchup aus Gen-Tomaten). Eine elementare Lücke klafft allerdings bei tierischen Produkten auf. Wenn ein tier mit GVO’s (gentechnisch verändeter Organismus) gefüttert wurde, so müssen die Produkte, die man aus dem Tier gewinnen kann (z.B. Eier, Milch, Fleisch) nicht gekennzeichnet werden.

2 Gedanken zu „Wie gut werden wir über Gentechnik informiert?

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