Der Wunsch nach einer nachhaltigeren Mode oder Fashion goes Green

In den letzten Jahren gewinnt das Thema Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile ist es auch in der Modeszene präsent. Besonders die jüngere Generation legt immer mehr Wert darauf, den Planeten zu erhalten, indem sie zum Beispiel recycelte oder gebrauchte Kleidung präferiert. Das Bedürfnis wissen zu wollen, was genau man trägt, wie es hergestellt wurde und was passiert ist, bis die Ware bei dem Kunden ankommt, steigt stetig.

Lockdown erzwingt Wandel

Diese Entwicklung ist bereits seit mehreren Jahren sichtbar. Neue Marken und Projekte sind entstanden, die sich für mehr Nachhaltigkeit und eine verantwortungsbewusstere Mode einsetzen. Als Beispiel könnte YOOXYGEN genannt werden, eine Online-Plattform, die innovative Produkte und Brands unterstützt.

Und gerade jetzt nach dem globalen Lockdown, nahmen sich – sowohl Konsumenten als auch Unternehmen – viel Zeit, um sich noch mehr Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen die wachsenden Treibhausgas-Emissionen durch Online-Bestellungen, die schlechten Arbeitsbedingungen und chemisch-produzierte Stoffe auf die ganze Welt haben. Einige bekannte Unternehmen gehen dem nach, indem sie recycelte Sneaker produzieren, Nachhaltigkeitsbeauftrage einstellen oder nur Produkte aus nachhaltigem Anbau verwenden. Doch nicht nur an der Art der Herstellung hat sich etwas geändert. Mode-Hersteller sind während der Pandemie auch in den Markt der Desinfektionsmittel- und Maskenproduktion eingestiegen.

Luxusmarken ziehen mit

Nun ist es auch bei den Herstellern von luxuriösen Brands angekommen: Käufer wollen Nachhaltigkeit und damit zusammenhängend ebenfalls Transparenz. Aus diesem Grund ermöglichen Marken vermehrt eine transparente Lieferung, faire Arbeitsbedingungen und recycelbare Stoffe. Als Mitglied des Detox – Programmes, setzt sich etwa der bekannte Designer Valentino Garavani dafür ein, schädliche Chemikalien aus der gesamten Kollektion zu entfernen und keine Materialien zu verwenden, die Produkt der Urwaldzerstörung sind. Dafür wurde er sogar von Greenpeace gelobt. Und bei den „Green Carpet Fashion Awards“ – etwas wie die Oscar-Verleihung für nachhaltige Mode – erhielt Valentino im Jahre 2019 sogar den Legacy Award verliehen. So kann man sich beispielsweise eine Valentino Tasche mit keinem schlechten Gewissen gönnen. Es schaut nämlich tatsächlich so aus, dass dem Designer bewusst ist, dass Nachhaltigkeit die Zukunft der Modebranche ist.

Nachhaltige Modewelt

Im Laufe der Zeit kaufen Konsumenten viel bewusster ein. Sie bevorzugen nachhaltige und personalisierte Mode. Kleidung gilt im 21. Jahrhundert als eine Art sich selbst auszudrücken und seine Persönlichkeit darzustellen. Aus diesem Grund wird zum einen Second Hand- und Vintage-Mode immer beliebter. Sich selbst in der Kleidung auszudrücken, bedeutet einzigartige Klamotten zu tragen, um aus der Maße herauszustechen. In Verbindung damit werden Tauschbörsen wie zum Beispiel Kleiderkreisel verwendet, um Kleidung zu verkaufen oder zu tauschen, die man selbst nicht mehr trägt. Eine bedeutende Rolle spielt auch die Frage „Woher kommt meine Bestellung und wie kommt sie zu mir?“. Daher bieten zahlreiche namhafte Marken jetzt endlich Transparenz in der Lieferkette an.

Langer Weg bis zur „Grünen Mode“

Bis die ganze Industrie jedoch soweit ist, dass alles nachhaltig produziert wird, wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Viele Marken betrachten weiterhin nur den Profit und legen keinen – oder nur einen geringen – Wert darauf, dass ihre Kleidungsstücke giftige Chemikalien oder Produkte von abgeholzten Regenwäldern enthalten. Es fehlt das Bewusstsein und der Respekt gegenüber den Materialien und Ressourcen sowie Menschen. Ob und inwiefern die aktuelle Situation diese Perspektive ändern wird, werden wir noch sehen.

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