Bis dass der Rost uns scheidet – Wer sein Auto gut pflegt, handelt umweltbewusst

AutoWer nach dem Motto: „Welcher ist dein Nächster“ handelt, muss sich nicht wundern, wenn er von kritischen Blicken verfolgt und als Umweltsünder tituliert wird. Denn es stimmt tatsächlich: Ein neues Auto muss nicht immer ein Neuer sein und der Nächste ebenso wenig. Am besten ist es allerdings, wenn man sein Auto pflegt und hegt und es quasi fährt, bis dass der Rost und schließlich der Schrott den Fahrzeughalter zum Scheiden zwingt. Das ist zwar strikt gegen die Interessen der Fahrzeuglobby, doch dieses Handeln ist äußert umweltbewusst und auch noch sehr kostensenkend.

Der Umwelt zuliebe so lange wie möglich fahren und behalten

In der heutigen Wergwerfgesellschaft sind besonders hochmoderne und technisch sensible Dinge, die uns das alltägliche Leben erleichtern sollen, so konzipiert, dass sie sich nicht wirklich mit Langlebigkeit und Haltbarkeit rühmen können. Im Durchschnitt sagt man beispielsweise elektrischen Geräten nach, dass sie nicht ganz unabsichtlich so konzipiert sind, dass sie nach etwa sechs bis sieben Jahren ihre Dienste quittieren. Und genau hier ist der Nutzer dieser Geräte folglich regelmäßig in der Situation, das alte Gerät gegen ein neues auszutauschen. Das geschieht auch nicht selten beim Kauf eines Autos. Die heutigen Modelle glänzen besonders durch technische Raffinesse und Höchstleistungen, was allein schon die Nutzung diverser elektronischer Spielereien an Bord zeigt. Da reicht es nicht mehr, dass das Fahrzeug bei Wind und Wetter zuverlässig ist, sich täglich leicht fahren lässt und relativ sparsam im Unterhalt ist.

Dabei sind genau diese Dinge schließlich die Wichtigsten, die ein Auto aufweisen sollte. In erster Linie geht es um den sicheren Transport der Insassen eines Autos von A nach B. Auch hier ist nicht selten zu beobachten, dass neue Modelle schon nach den ersten sechs bis sieben Jahren deutliche Gebrauchsspuren aufweisen. Verschleißerscheinungen und Schwachstellen, die eigentlich nicht vorhanden sein sollten. Der Gedanke, sich ein neueres Modell kaufen zu wollen liegt nah. Umso wichtiger und schließlich auch definitiv umweltfreundlicher ist es, eben dieses alte Fahrzeug am besten so lange zu fahren, bis dass es absolut nicht mehr fahrtüchtig ist und es selbst durch eine Reparatur nicht mehr zum Leben erweckt werden kann.

Gebrauchtwagenhändler tragen unbewusst zum Umweltschutz bei

Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben gebrauchte Fahrzeuge anzukaufen, tragen mit dazu bei, dass auch Fahrzeuge, die in die Jahre gekommen sind, weiterhin genutzt werden können und noch über viele Jahre gefahren werden. Sich sein Fahrzeug bei einem Autoankauf-Unternehmen in der näheren Umgebung zu kaufen, ist demnach ein äußerst umweltfreundliches Handeln – zumindest im Vergleich dazu, seinen alten Wagen direkt durch einen neun zu ersetzen. Besonders dann, wenn ein altes Fahrzeug, das etliche Kilometer auf dem Tacho aufweist und nicht den technisch hochmodernen Standards entspricht, hierdurch nicht zur Verschrottung überführt wird und so noch viele Jahre gefahren werden kann. Selbst wenn ein neueres Modell sparsamer unterwegs ist, ist das behalten und fahren eines Autos, bis zum bitteren Ende immer noch wesentlich umweltfreundlicher. Ein weiterer Vorteil verbirgt sich hinter einer solchen Vorgehensweise: Fahrzeuge älterer Baujahre können sehr leicht noch selbst repariert werden, besonders bei Kleinreparaturen kann im Prinzip auch ein nicht versierter Fahrer selbst Hand anlegen und sich die meist hohen Reparaturkosten sparen.

5 Gedanken zu „Bis dass der Rost uns scheidet – Wer sein Auto gut pflegt, handelt umweltbewusst

  1. Das ist mal eine ganz andere Sichtweise aber sehr interessant.
    Das kann man wohl auf jedes Produkt anwenden.
    Wenn man zum Beispiel seinen Staubsauger gut behandelt hat man auch länger was davon und weniger Müll.
    Die gesparten Resourcen sind auch immens.

  2. Da hast du sicherlich recht! Die aufgewendete Energie, die in die Produktion eines Autos geflossen ist, ist nunmal futsch bei einem Alten. Umso wichtiger, dass man auch das Letzte aus dem Auto rausholt und sich nicht einfach ein Neues kauft, im Glaube, dass der geringere Spritverbrauch die Herstellungskosten auch nur irgendwie aufwiegen könnte.

  3. Man sollte sich nicht immer von den neuen Autos täuschen lassen. Sicherheitstechnisch sind diese zwar auf höchstem Niveau, jedoch ist die Qualität bei älteren Fahrzeugen meist besser jedoch muss man hier und da abstriche machen, aber wo viel Elektrik drin ist wird auch mehr kaputt gehen.

  4. Ein Glück, dass ich genau so sowieso handle. Mein Auto habe ich so lieb gewonnen, dass ich es vermutlich tatsächlich fahren werden, bis es auseinander fällt.
    Rosten sollte es dank vollverzinkter Karosserie EIGENTLICH nicht. Im Prinzip also ein Auto, dass der Fahrzeugindustrie missfällt, das es viel zu lange hält … 😉

  5. Ein zweischneidiges Schwert.
    Die Produktion eines neuen Autos verbraucht ein gewisses Maß an Energie und Rohstoffen. Dafür erhält man (hoffentlich) einen modernen, passiv und aktiv sicherheitsoptimierten, spritsparenden und abgasärmeren Wagen. Zeugnisse erfolgreicher Weiterentwicklungen.

    Ich bin selbst ein begeisterter Young- bzw. Oldtimer-Begeisterter (Schlachtenbummler-Junge). Daher erzielt dieser Artikel auch zügig Aufmerksamkeit bei mir.
    Bei den wirklich gepflegten älteren Autos fällt – sofern im käuflichen Erwerb – zumindest der Energie- und Rohstoffverbrauch in der Neuproduktion weg, da er schon vor Jahren produziert wurde. Allerdings wird er konstruktionbedingt nicht die wachsenden Standards erfüllen können. Viele aktuelle Oldtimer haben keinen 3-Wege-Kat (mehr). Allerdings gehen die Besitzer eher sehr bewusst mit dem Fahrzeug um und alles diesem meist eine hervorragende Pflege angedeihen, sodass zumindest ein mit Abstrichen erfreuliches Abgasverhalten aufgrund optimaler Einstellung durch Wartung erreicht werden kann. Die Fahrten werden oft auf ein Wesentliches beschränkt (zur Erhaltung der Substanz).

    Was die älteren Wagen wirklich auszeichnet, ist die wenig ausgelebte Elektroniklastigkeit. Das erhöht die konstengünstige Instandhaltung und senkt den Frust fehlerhafter Elektronik, die teilweise nervenaufreibend in der Fehlersuche zu behandeln ist. Der Austausch elektronischer Komponenten ist kostenintensiv. Reizüberflutendes Micky-Maus-Kino ist diesen Fahrzeugen noch fremd.
    Die gröbere Autoelektrik vergangener Epochen lässt sich zumindest noch mit „Bordmitteln“ frisch löten.

    Der Kauf von neuen Fahrzeug sorgt zumindest dafür, dass das Angeboten an älteren Fahrzeugen reichhaltiger wird. Ein Großteil der Gebrauchten wird allerdings in das Ausland verbracht (hier legal unterstellt). Dadurch kommen auch in wirtschaftlich ärmeren Ländern weniger alte Fahrzeuge zum Einsatz.

    Letztendlich sind es nur ein paar Gedanken, die mir dazu einfallen, aber es sind wenigstens ein paar Gedanken.

    Freundlichst.

    OscarTheFish(p@k)

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